Über mich
Ich bin ein Neuzeit-Historiker, der sich auf die Geschichte der Geistes- und Sozialwissenschaften vom späten 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts spezialisiert hat. Mein Fokus liegt auf dem deutschsprachigen Raum, ich interessiere mich jedoch gleichermaßen für die europäische Verflechtung geistes- und sozialwissenschaftlicher Akteure und die globale Wirkung ihrer Werke.
Die Zeit von etwa den 1880er Jahren bis ins frühe 20. Jahrhundert ist für die Geisteswissenschaften deshalb von zentraler Bedeutung, weil sie sich im deutschsprachigen Raum im späten 19. Jahrhundert ausdifferenzierten und im Laufe des 20. Jahrhunderts zu dem disziplinären Gefüge entwickelten, das wir heute noch kennen. Die Sozialwissenschaften dagegen erfuhren erst im 20. Jahrhundert einen Institutionalisierungsschub, der durch die in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhundert vermehrt auftretenden sozialen Problemlagen, etwa die Weltwirtschaftskrise, initiiert wurde. Aufgrund ihrer Expertise wurden die Sozialwissenschaften im Kalten Krieg, der einerseits im Zeichen des Ost-West-Konflikts stand, andererseits im Kontext der innereuropäischen Versöhnung und wirtschaftlichen Konsolidierung gesehen werden muss, zu wichtigen Disziplinen, die die klassischen Geisteswissenschaften zunehmend konkurrierten.
Ein Schwerpunkt meiner Arbeiten liegt auf den trans- und interdisziplinären Praktiken der archäologisch-historischen Disziplinen und der Soziologie und ihrer Subfächer, weil ihre Akteure zwecks Modernisierung und «Verwissenschaftlichung» immer wieder den Anschluss an die Methoden der Natur- und technischen Wissenschaften suchten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den politischen Verflechtungen geistes- und sozialwissenschaftlicher Akteure, was einerseits die konkrete Zusammenarbeit mit Politikern umfasst, andererseits das Einfließen von politischen Ideologemen in ihre Arbeiten betrifft.
Akademischer Werdegang
April 2024-: Privatdozent für das Fach Neuere Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt
Oktober 2023-März 2024: Vertretung von Prof. Dr. Volker Remmert, Lehrstuhl für Wissenschafts- und Technikgeschichte, am Historischen Seminar der Bergischen Universität Wuppertal
April 2023-September 2023: Assoziierter Mitarbeiter am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) an der Bergischen Universität Wuppertal/Privatdozent an der Goethe-Universität Frankfurt
April 2021-März 2023: Dozent für Historische Wissenschafts- und Technikforschung am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) an der Bergischen Universität Wuppertal
Oktober 2020-März 2021: Vertretung von Prof. Dr. Volker Remmert, Lehrstuhl für Wissenschafts- und Technikgeschichte, am Historischen Seminar der Bergischen Universität Wuppertal
Februar 2020-Februar 2022: Mitarbeiter und Gastwissenschaftler am Forschungsprogramm Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Bearbeitung des Projekts „Soziologie und Politologie hochentwickelter Gegenwartsgesellschaften. Das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung Köln 1985-1997“ am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin (MPIWG)
Oktober 2019-September 2020: Vertretung der Juniorprofessorin für Historische Wissenschafts- und Technikforschung Dr. Dania Achermann am Historischen Seminar der Bergischen Universität Wuppertal
Oktober 2019: Venia Legendi für Neuere Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt (Gutachter: Prof. Dr. Moritz Epple, Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Prof. em. Dr. Axel Honneth, Prof. Dr. Stephan Moebius)
November 2018-September 2019: Gastwissenschaftler am Institut für Sozialforschung (IfS)/Privatdozent am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt
November 2012-Oktober 2018: Wissenschaftlicher Assistent/Akademischer Rat auf Zeit am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt (Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte, Prof. Dr. Moritz Epple), Fachbereich 08: Philosophie und Geschichtswissenschaften
August 2012-Oktober 2012: Stipendiat der Freiwilligen Akademischen Gesellschaft Basel
April 2012-Juli 2012: Lehrbeauftragter an der Universität Bielefeld, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie
Mai 2012: Dr. phil. an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel mit dem Prädikat Insigni cum Laude in Neuerer allgemeiner Geschichte
Mai 2009-Mai 2012: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SNF-Projekt «Burgenforschung 1933-1945. Geschichte einer Disziplin in Deutschland» unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Simon, zugleich Dissertation am Departement Geschichte der Universität Basel, Gutachter: Prof. Dr. Christian Simon und Prof. Dr. Josef Mooser
Januar 2008-April 2009: Stipendiat der Freiwilligen Akademischen Gesellschaft Basel und der J. Oberle-Gedächtnisstiftung Riehen, Doktorand am Departement Geschichte der Universität Basel
Juli 2007: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Naturhistorischen Museum Basel
Juli 2006-Dezember 2007: Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern
Juli 2006: lic. phil. mit dem Prädikat Insigni cum Laude in Allgemeiner Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Ethnologie und Klassischer Archäologie an der Universität Basel
Juli 2001-Juli 2007: Freiberufliche Ausbildung in forensischer Anthropologie mit Schwerpunkt Gesichtsrekonstruktion bei Dr. Gyula Skultéty
Oktober 1999-Juli 2006: Studium der Allgemeinen Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit, der Ethnologie und der Klassischen Archäologie
PD Dr. Fabian Link
Privatdozent für Neuere Geschichte
Preise
Juli 2018: zusammen mit Dr. Roland Färber: 2. Platz, 1822-Universitäts-Preis für exzellente Lehre an der Goethe-Universität Frankfurt (€ 10.000).
September 2014: Nachwuchsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik e.V. (GWMT) für die beste Dissertation 2014 (€ 1.250).